Montag, 4. Januar 2016

Wieder die guten Vorsätze - #sas2016

Oder: wie ich auch diesmal wieder nichts gelernt habe...

Erinnert sich jemand? Ich habe genau einen Post zu Minas (schildmaid.net) Projekt sparkle&shine 2015 verfasst.
Zur Erinnerung: es geht darum, sich Ziele für das Jahr zu setzen und diese regelmäßig zu reflektieren. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das bloße bennen von Zielen, sondern vielmehr das Finden eines geeigneten Weges dahin.
Klingt gut? Fand ich auch - und habe deshalb wider besseren Wissens mitgemacht. Nunja, nicht sehr erfolgreich wie man anhand der Masse an Posts zu diesem Thema wohl gut ablesen kann...
Mach ich trotzdem wieder mit? Na Logo! Man könnte ja sonst den Eindruck gewinnen, ich würde aus meinen Erfahrungen lernen. Und das wollen wir doch nicht!
Die Kategorien (Körper - Kopf - Seele - Herz) bleiben gleich und nach erneutem Lesen meines Beitrages vom letzten Jahr möchte ich der Vollständigkeit halber doch noch kurz was zu jedem Punkt schreiben (war so eigentlich nicht geplant).

Los geht's:

Koerper

Ziel war es, mal ein bisschen etwas aus mir zu machen, die Sache mit dem Schminken zu probieren und an meiner Haltung zu arbeiten. Das habe ich alles ganz gut hinbekommen und zum Teil sogar die Ernährung eine Zeit lang umgestellt. Aber wie das immer so ist, sobald etwas unvorhergesehenes passiert (in dem Fall eine nicht erhaltene Lehrstelle - ja, ich bin jetzt teilzeitarbeitslos), fällt man in den alten Trott. Dennoch war 2015 in der Hinsicht ganz gut. Ich habe Sport getrieben (wenn auch nur vor der Glotze), dadurch meine Muskulatur gestärkt und konnte in der Zeit sogar viel an meiner Haltung verbessern. Natürlich wird eine Wirbelsäule nicht innerhalb kürzester Zeit wieder gerade und nun sitze ich wieder so ungesund wie eh und je. Diesen Punkt werde ich daher mit in das neue Jahr nehmen!
Für 2016 ist daher wieder Sport geplant. Dazu möchte ich mehrere Phasen einführen, in denen ich auf Zucker verzichte (hat letztes Jahr erstaunlich gut funktioniert). Für die Verbesserung der Haltung möchte ich mir professionelle Hilfe holen und außerdem nehme ich den Punkt vom letzten Jahr, wieder früher ins Bett zu gehen mit. Und schminken? Keine Ahnung, ich hab das jetzt mal ausprobiert und werde sicher noch ein wenig experimentieren, aber dass ich so jemals aus dem Haus gehe kann ich mir momentan noch nicht vorstellen.

Kopf

Das mit dem Norwegisch A2 habe ich leider nicht geschafft. Aber ich bin nah dran, insofern will ich nicht meckern! Japanisch sieht da leider viel trauriger aus. Dazu bin ich den Rest des Jahres, mit Berwerbungsstress und anschließender Job-/Übergangslösungssuche leider nicht mehr gekommen. Inzwischen bin ich aber einige Verpflichtungen eingegangen und da wird Japanisch eine ganz zentrale Rolle spielen. Das wird dieses Jahr daher ganz oben mit auf der Liste stehen. Ich bin auch bereits für den JLPT im Sommer verabredet (für alle nicht-Kenner, das ist DER Sprachtest), also kein Ausweg an der Front...
Ein weiterer Punkt der mir wichtig ist, sind meine musikalischen Fähigkeiten. Nun habe ich zwei Kinder und versäume es doch tatsächlich, etwas so großartiges wie das Spielen eines Instrumentes weiterzugeben. Und ich kann gleich mehrere - traurig, traurig... Und warum das Ganze?  (Und warum stelle ich heute eigentlich so viele Fragen?) Ganz einfach - der Kontrabass musste aus Platzmangel ausziehen, die Geige ist nicht wirklich geeignet für gemeinsames Musizieren und die Gitarre muss erst mal zum Gitarrenbauer bevor die bespielt werden kann (jaja ich weiß, immer diese Ausreden). Zumindest letzteres möchte ich dieses Jahr beheben.
Natürlich werde ich meine Kinder nicht gleich zur Musikschule schleifen (der Große zeigt eh nicht gerade viel Interesse), aber ich fände es doch schön, wenn ich das ein oder andere Gute-Nacht-Lied mal begleiten könnte und sie so an die Welt der Instrumentalmusik heranführe.
Achja, Zeitmanagement in Form von Führen eines Bulletjournal sind auch dieses Jahr wieder mit dabei. Anders wird das nix...

Seele

Dieser Punkt fällt mir schwer. Tat es letztes Jahr schon. Da habe ich nur davon geschrieben, was ich alles gerne will und dass das selbst für jemanden ohne Kinder und Job und allem schon zu viel ist. Was mich wirklich glücklich macht ist, wenn ich im stummen Kämmerlein vor mich hinwerkeln kann und bei Bedarf raus komme um mal Kontakt zu anderen Menschen zu haben. "Bei Bedarf" heißt aber bei mir - so alle paar Monate mal. Geht natürlich nicht! Und das ist sogar ganz gut so, ohne den Liebsten und die Kinder wäre ich wahrscheinlich ein depressiver Eigenbrödler, der zwar tolle Dinge baut, aber ansonsten total sozialunverträglich ist...
Für meinen Seelenfrieden werde ich deshalb dieses Jahr mal ein paar größere Handmade-Projekte angehen. Da ist zum Einen die Garderobe meiner Kinder, die immer dünner wird (ab gewissen Größen kommt einfach kein Nachschub mehr von Cousin und Cousine... ). Dann will das Kinderbett schon lange verschönert werden und außerdem spiele ich mit dem Gedanken, der Lütten (die soooo lütt auch gar nicht mehr ist - wie sie mir nun täglich berichtet *lach*) ein Puppenhaus zu bauen. So ein richtiges zum Aufklappen, mit dem man auch in vielen Jahren noch spielen möchte. Das erfordert viel Planung und momentan scheitere ich schon an der Materialwahl *lach*. Na zum Glück ist der Geburtstag noch weeeeit weg!

Herz

Schrieb ich was von einem eigenen Shop? *hüstel* Jaaaa, das habe ich inzwischen aufgegeben. Ich habe hier zwar viel gefertigt, aber dieses ganze drumherum hat mir immer viele Nerven geraubt. Nachdem mein Computer dann auch noch immer schwächer wurde und ich nicht mal mehr die einfachsten Fotobearbeitungsprogramme nutzen konnte, habe ich beschlossen meinen Shop an den Nagel zu hängen. Mit Ende 2015 habe ich mein Gewerbe abgemeldet. Das war kein leichter Schritt, aber ein notwendiger! Unsere Wohnung ist einfach zu klein. Ich bräuchte einen Raum, in dem ich arbeiten kann und wo ich nicht immer alles wieder weg räumen, umbauen und hin und her stapeln muss. Ich habe nach Alternativen gesucht und bin beinahe zu jemandem ins Büro gezogen. Wir waren soooooooo kurz davor umzuziehen und haben es dann doch sein lassen. Ich habe versucht eine Freundin mit an Board zu holen für die ganzen Fotogeschichten, aber auch das hat am Ende nicht geklappt. Und so musste ich einsehen, dass die Zeit für mich einfach noch (?) nicht gekommen ist.
Nunja, das verschafft mir nun wieder Luft für andere Dinge. Und deshalb habe ich mir für dieses Jahr DAS Herzensprojekt gewählt. Unsere Wohnung!
Surprise, surprise! Haha. Sooooooo viele Ideen. Sooooooo viele Pins auf Pinterest. Sooooooo viele Möglichkeiten. Wir haben schon viel geschafft im letzten Jahr, aber vieles bleibt immer auf halbem Weg stecken. Da kommt was dazwischen, da fehlt uns ein Teil... Dieses Jahr wird alles anders (*hüstel*)!
Und wisst ihr warum?
...
Ich mache den Führerschein!

???
Hä? Wird manch einer jetzt sicher denken. Aber ja, ich habe es endlich gewagt sooooo viel Geld in die Hand zu nehmen und mich bei einem Intensivkurs anzumelden. In zwei Wochen habe ich praktische Prüfung! Und das hat genau was mit der Bude zu tun? Richtig! Muss hier was erledigt werden, fehlen meistens gewisse Dinge. Während ich Schrauben, Beschläge und gerne auch mal Bretter noch einigermaßen mit dem Rad bewegen kann, stoße ich bei größeren Dingen schnell an meine Grenzen. Dann muss ein Auto organisiert werden und der Liebste muss Zeit haben, ergo passiert nur was an den Wochenenden. Die sind aber oft mit anderen Verpflichtungen vollgepackt und die Kinder müssen dann auch noch versorgt werden. Und schon überlegt man sich dreimal, ob es nicht auch anders geht. Oft findet man Alternativen, aber das sind es dann eben auch nur. Alternativen! In Zukunft werde ich also einfach ins Auto steigen und Material holen können. Und zwar dann, wenn die Kinder in Betreuung sind und der Liebste auf Arbeit. Also dann, wenn man einfach mal ohne Unterbrechung machen kann. Ich hoffe die Rechnung geht auf - sie kostet uns den Jahresurlaub!
(Na gut, als Handwerker ist es natürlich auch nicht verkehrt einen Führerschein zu haben. Und mit Kindern eigentlich sowieso nie, aber pssst).

So, das war es wieder von mir Labertasche. Und wer ist von Euch mit dabei? Schaut unbedingt bei Mina rein, da findet ihr alle Infos und auch tolle Grafiken zum Projekt! Und weil mein Bruder mir so lustige Streudeko mitgebracht hat, habe ich hier noch einen japanischen Neujahrsgruß für euch.



Willkommen im Jahr des Affen :)

Johanne

Dienstag, 6. Oktober 2015

Herbstkind 2015 - verspätetes Finale

Nun ist es schon über eine Woche her, das Finale, und ich möchte mich auch endlich melden. Nach fast neun Jahren Dienst gibt mein geliebter Rechner so langsam aber sicher den Geist auf. Fotobearbeitung wird zum Krampf, Websites mit Bildern drauf öffnen zur tagesfüllenden Angelegenheit (von YouTube reden wir besser nicht). Posten kann ich da immer nur abends, wenn der Liebste seinen Rechner mitbringt, wenn überhaupt, denn nicht selten muss er selbst noch arbeiten.
Na ich werde mir was überlegen für die Zukunft, schließlich steht mein erster Bloggeburtstag vor der Haustür und ich wollte eine kleine Serie darüber machen, wie wir unseren wenigen Wohnraum so nutzen, dass alles unter kommt und dennoch Platz ist (war ja schließlich mal die Idee von dem Blog hier, aber gut...).

Los geht's mit dem Finale:
Der Overall ist fertig! Juhu!



Ich muss sagen, das war zwischendrin doch eine recht schwere Geburt und ohne dieses SewAlong wäre ich jetzt mit Sicherheit noch nicht fertig. Wie die letzten Male ja bereits erwähnt, habe ich den Overall an den kritischen Stellen (Hintern und Knie) mit Cordura verstärkt.



Meine Befürchtung, das ganze könnte zu tief geraten sein, hat sich leider bestätigt. Der Teil vom Hintern hätte noch weiter rauf gekonnt und auch die Knie sind viel weiter oben, als ich angenommen hatte. Nun sitzt der Hintern gerade noch auf dem Cordura auf und beim Hinknien ist die Reflektorpaspel gerade noch so oberhalb der Knie (auf den Knien stelle ich mir das sehr unangenehm vor). Das sieht dann zwar etwas komisch aus, es muss aber nicht unbedingt geändert werden *puh*. Viel gravierender ist da, dass ich eine recht feste Qualität erwischt habe. Diese (ich glaub es waren 500den, 330er hätte ausgereicht) ist zwar durchaus für Kleidung geeignet, im Fall des Overalls, der ja doch aus sehr kleinen Teilen besteht (Größe 92), steift es die Beine jedoch ganz schön aus und die Lütte hatte anfangs Probleme alleine wieder aufzustehen (was allerdings auch am Overall selber liegen kann). Ich bin daher am Überlegen, zumindest bei der Kniepartie das Cordura  wieder rauszutrennen.



Die abnehmbare Kapuze gefällt mir soweit richtig gut. Wir sind ja doch öfter mal im Regen mit dem Rad unterwegs. Wenn man dann einen Helm auf hat und die Kapuze nicht aufsetzen kann, regnet es da gerne rein, was ich immer ziemlich eklig finde. So kann man sie ab machen und trocken verstauen - super! Und wie ich jetzt gelesen habe, ist es auch sicherer beim Spielen (von wegen strangulieren und so...).
Den Gummizug hätte es von mir aus nicht gebraucht, das haben wir irgendwie noch nie bei den Kindern genutzt, aber gut. Sieht zumindest professionell aus!

So, die Lütte ist nun ausgestattet, und der Große?
Der sollte auch eine Jacke bekommen. Besser gesagt einen Mantel und ich war auch super im Rennen. Allerdings ist der Reißverschluss irgendwie flöten gegangen und nun liegt das gute Stück seit einer Woche auf Eis *grummel*. Ein paar erste Fotos kann ich trozdem schon zeigen:



Man sieht, Kapuze, Taschen, Ärmelsäume, Aufhängeschlaufe... eigentlich ist schon alles dran. Es muss nurnoch der Übergang von Kapuze zu Mantel versäubert und eben der Reißverschluss eingenäht werden. Dann noch Säumen und der Mantel ist einsatzbereit... Nunja, noch bin ich guter Dinge, dass der Reißverschluss wieder auftaucht!

Bis dahin wimde ich mich aber erst einmal einem anderen Projekt. Auch das habe ich bereits angedeutet und ich bin selber schon wahnsinnig gespannt, ob die Jacke auch so toll wird, wie ich sie mir vorstelle. Hier mal ein Teaser:



Damit betrete ich zumindest stilistisch absolutes Neuland (ok, die Klamotten für die Hochzeit waren auch schon ziemlich neu und ich bin auch drauf und dran noch mehr Westen zu nähen - Sohnemann findet die toll!). Bisher war ja doch alles eher schlicht mit kleinen Akzenten in Form von Motivjerseys (ich merke gerade, dass ich nicht mal die Hälfte von dem poste, was ich so nähe...). Aber da der Große ja nun nicht mehr so schnell wächst, freue ich mich riesig darauf, endlich auch mal die doch sehr teuren Stoffe der Firma Kokka zu verarbeiten (hach, da schlägt mein Japanologenherz höher!!!).
Lars ist eine Übergangsjacke der belgischen Firma Zonen09. Aufmerksam geworden bin ich auf diese übrigens durch das SewAlong 2014. Damals hat Martina von Bayern Dutch in NRW diese Jacke genäht. Inzwischen besitze ich auch einige Schnitte dieser Firma und brenne bereits darauf, mal ein paar Hosen und Shirts zu nähen - aber vorher: Zielgerade HerbstkindER - ab an die Maschine!

Ich werde berichten (irgendwann),
Johanne

P.S.: Der Link zm Finale bei Nemada *klick*. Ich werde wohl einige Wochen brauchen bis ich durch alle Beiträge durch bin. Aber ich denke so drei/vier Seiten am Tag sollte mein Computer noch schaffen *hoff*.

Montag, 21. September 2015

Herbstkind - es geht weiter...

Heute mal nur kurz, damit ich bis nächste Woche noch fertig werde. Denn ich sitze tatsächlich immernoch am ersten Stück (zwei sollten es mindestens werden) und das, obwohl ich nur Teilzeit arbeite - menno!
Aber der Reißverschluss des Overalls hat mich ordentlich Nerven gekostet. Und als ich gerade alles Schneidzeug weggeräumt und die Maschine hingebaut hatte fiel mir auf, dass ich ja noch mit Cordura verstärken wollte. Also wieder zurückgebaut, angezeichnet, zugeschnitten. Dann genäht und hoppla, die Reflektorpaspel vergessen! Um diese noch anzubringen hat es aber zum Glück gereicht nur die äußere Naht nochmal aufzutrennen. Dann konnte ich die Paspel drunter schieben und nochmal rüber nähen.



Aber mal ehrlich, ist mir der Übergang von Knie- zu Hinternpartie nicht hervorragend gelungen *Stolz sei*? (Zur Erklärung - das grüne ist der Overall, das Rote Cordura - das Foto ist jetzt nicht so der Burner...) Leider scheint nur alles ein wenig zu tief geraten zu sein, aber das wird sich dann wohl erst beim ersten Härtetest zeigen. Bis dahin muss ich jetzt noch ganz schön ranklotzen, denn im Kindergarten ist gerade Isarwoche mit einem Ausflug jeden Tag - und Sohnemann hat keine passenden Klamotten - aaaaah!

*an die Maschine spring*

P.S.: Ich vergaß den Link zu den anderen Beiträgen. Leider werde ich diesmal wohl nicht großartig zum rumgucken kommen :( .

Mittwoch, 9. September 2015

What's on my Sewingtable: Herbst-/Winterjacken

Weiter geht's beim Herbstkind SewAlong von Nemada.

Und wahnsinn bin ich diesmal früh dran. Da war ich doch der festen Überzeugung, dass Montag der 9.9. ist und wunderte mich den halben Tag, warum noch niemand gebloggt hat. Gut für mich, so läuft das ganze mal entspannt und nicht wie immer auf den letzten Drücker :-) .

Habe ich beim letzten Mal noch überlegt, ob ich einen Schnitt selbst mache oder doch lieber einen Fertigen nehme, so habe ich inzwischen eine Entscheidung gefällt. Nachdem ich letzte Woche etwas versetzt wurde, stöberte ich in einem nahegelegenen Stoffgeschäft, wo mir die aktuelle Ottobre (4/2015) in die Hände fiel. Gehört habe ich ja schon oft von dieser Zeitschrift, nur rein geschaut habe ich noch in keine. Die Herbstausgabe war da jetzt genau das richtige. Jede Menge Jacken für Softshell und auch sonst der ein oder andere schöne Schnitt! Da lohnte sich die Anschaffung. (Inzwischen habe ich übrigens drei, noch eine für den Winter und eine fürs Frühjahr, nun bin ich das ganze Jahr versorgt!)
Ich habe mich also gegens Selbermachen und fürs Kaufen entschieden.

Quelle: Ottobre

Meine Wahl fiel auf die Nummer 23, "Dark Days Softshell-Jacke", wobei es Mantel oder Hängerchen wohl besser trifft. Da die Jacke für meinen Sohn wird, werde ich den Schnitt an den Seiten etwas begradigen. Außerdem gefällt mir die abnehmbare Kapuze und der höhere Kragen der Nummer 19 ("Warm Inside") ganz gut, sodass ich überlege, die mit einzuarbeiten. Und die Riegel finde ich bei näherer Betrachtung eigentlich auch klasse. Also doch die andere? Ihr seht, meine Wahl ist doch noch nicht so ganz getroffen. Vermutlich wird es am Ende eine Mischung aus den beiden Jacken - ich werde mal die Schnitteile vergleichen und schauen, ob nicht der Kragen einfach austauschbar ist.



Beim Stoff habe ich diesmal wenig Entscheidungsschwierigkeiten. Der hellblaue Softshell mit giftgrüner Fleece-Rückseite ist noch vom letzten Jahr übrig. Ich brauchte also nur einen Reißverschluss. Aufgrund mangelnder Auswahl wird er dunkelblau. Grün hätte ich auch toll gefunden, aber da hätte ich bestellen müssen...
Und weil unsere im letzten Post gezeigte Walkjacke zusammen mit der Hälfte unserer Kinderkleidung als Spende nach Budapest (danke für so viel Einsatz!) gefahren ist, braucht auch die Lütte bis zum Wintereinbruch eine wärmere Oberbekleidung. Meine Wahl fiel hier auf den Overall aus der selben Ottobre-Ausgabe.



Nähen werde ich ihn aus giftgrünem Softshell mit Petrolfarbener Abseite. Garn, Reflektorband, neue Nähnadeln und Reißverschlüsse liegen schon bereit. Außerdem werde ich Knie und Hintern mit rotem Cordura verstärken (auf dem Bild nicht zu sehen). Auch dieses habe ich noch vom letzten Jahr hier, wo ich einfach zu nichts gekommen bin. Beim Reißverschluss bin ich noch unschlüssig, ob ich einen giftgrünen oder dunkelblauen nehme. Da ich Kontraste mag, wird es aber vermutlich der blaue.

Bei der Größe war ich erst total unsicher. Ich habe noch nie mit Ottobre gearbeitet und auch sonst immer fleißig überlesen, wie die Schnitte so ausfallen. Und da die Größentabellen teilweise doch ziemlich stark von den von mir benutzten abweichen, habe ich "mal eben" probehalber zwei Modelle genäht:



Es handelt sich einmal um den Body Blue Rain in Größe 92 aus eben der selben Ausgabe wie die Softshelljacken (4/2015) - ein Basicteil bei dem mir die Art den Ärmelausschnit einzufassen (oder eben nicht einzufassen) so gar nicht gefallen will - sowie:



...um das Sweatshirt Heather in Größe 116, aus der Ausgabe 6/2014. Letzteres soll glaube ich ein Mädchenschnitt sein, da Vorder- und Rückenteil leicht ausgestellt sind. Ich finde allerdings, dass man das nicht sieht und das gute Stück dem Großen wunderbar passt! Kleine Änderunen habe ich vorgenommen, die Ärmel habe ich entsprechend der Bündchenlänge verlängert und das Bündchen weggelassen. Am Halsausschnitt habe ich das Bündchen einfach ganz unter den Tisch fallen lassen und zusätzlich einen gaaanz leichten V-Ausschnit draus gemacht. Sohnemann hat eine große Rübe und sowieso wollte ich eher einen Pulli zum drüberziehen machen. Verwendet habe ich hier übrigens einen alten Pulli der Oma sowie einen recht dünnen Ringeljersey. Sohnemann mochte ihn sofort, kein Wunder! Er liebt es kuschelig und dieses Exemplar besteht laut Etikett zu 60% aus Lammwolle - aaaaaaah - das heißt Handwäsche *heul*. Das nächste mal schau ich vorher rein. Aber gut, warum sollen die Kinder nicht mal was richtig hochwertiges tragen...



Beide Teile haben eine schöne Passform und sind einen Ticken zu groß. Das heißt für mich, dass ich in jedem Fall die beiden jetzigen Größen 92 und 116 nähen werde und nicht größer.
Als nächstes gilt es also abzupausen, zuzuschneiden und loszulegen!
Und wer weiß, wenn ich weiterhin so gut vorwärts komme, dann schaffe ich ganz eventuell sogar noch eine zweite Herbstjacke für Sohnemann. Mir schwebt da schon lange eine ganz bestimmte vor. Ich bin zwar absolut kein Fan von zu viel Kleidungsstücken im Schrank, aber mit nur einer Jacke wird es manchmal eben doch recht knirsch. Insofern gönne ich uns dieses Jahr den Luxus (so denn eben die Zeit reicht).

Und was machen eure Vorbereitungen so?

Dienstag, 1. September 2015

Sommer - Hochzeit - Herbstgewand

Angekündigt war der Post für "die kommenden Tage", haha. Alles relativ und so, ne ;-).



Was soll ich sagen, auf Instagram konnte man es schon lesen. Wir haben geheiratet. Dass ich das mal sagen werde... bin ich doch ein Kind der Emanzipation, entschiedener Gegner von Ehegattensplitting und Co. und sowieso der Meinung, dass man mit zwei Kindern viel mehr gebunden ist, als so ein dämlicher Lappen vom Amt es jemals ausdrücken könnte.
Aber gut, am Ende gingen mir die Argumente aus, dem Liebsten (oder ab jetzt Mann?) war es scheinbar doch wichtiger als ich zunächst angenommen hatte und so haben wir uns schließlich einen Termin beim Amt geholt. Der Plan war das ganze seeeeeehr einfach zu halten, nur zu zweit dahin zu marschieren, Essen zu gehen und am Nachmittag die Kinder zu holen.
Zwei Wochen später hatten wir dann aber irgendwie doch zwei Trauzeugen und bei der Frage nach dem Dresscode mussten wir erst mal stutzen. Ja, mit Zeugen lohnt es sich auch, was schickes anzuziehen....
Da waren es noch zwei Wochen bis zur Trauung und ich hatte in nur wenigen Stunden eine ganz klare Vorstellung davon, was wir und die Kinder tragen sollen. Ich sag euch, es folgten zwei Wochen Nähmarathon mit viel zu viel Schlafentzug. Zum Glück war in der Schule schon das meiste gelaufen, da störte meine sporadische Abwesenheit dann auch niemanden *puh*.

Den Anfang machten die hier:


Mein Wunsch: Irgendwie Richtung Rockabilly und rote Chucks.
Er: "Können wir machen."
Ich: "Auch die Kinder!"
Er: "Bist Du irre, dann geben wir mehr Geld für die Schuhe aus als für die Ringe."

War dann doch nicht so, hatte nämlich im Vorfeld schon geschaut und siehe da, die passenden Größen gab es zahlreich gebraucht. Und alle sahen aus wie neu - jetzt nicht mehr...
Der Rest war auch schnell klar. Ich ein Kleid mit Petticoat, er Weste und Fliege. Die Kinder ebenso, nur Sohnemann mit meinen Stoffen und Tochter mit seinen.
Zum Glück waren Stoffe und Schnitte schnell gefunden und so ging das große Nähen los (ich mach das jetzt mal von klein nach groß...).

Die Lütte mit einem "Mix-Kleid"
Heißt: der obere Teil stammt aus einer alten Burda (detaillierte Angaben am Ende des Posts), heller Streifen und Rockteil sind von mir.



Eigentlich war ein Tellerrock geplant, so wie ich einen hatte. Aber irgendwie war ich scheinbar nicht in der Lage einen Viertelkreis aufs Papier zu bringen (Übermüdung und so). Nun hat das Kleid eine schön ausgeformte A-Linie und das finde ich sogar fast noch besser!
Wie man sieht, wird es mit einer kurzen Knopfleiste geschlossen. Kleiner Hingucker: Die Aussparung im Rücken.




Sohnemann mit Weste, Fliege und Bügelfaltenshorts



Der Rücken ist klassisch aus Futterstoff und hat einen kontrastfarbenen Riegel am Rücken. Blau und weiß tauschen hier die Plätze. Aus dem selben Stoff sind auch der Besatz, die Paspeltaschen - übrigens Fake - sowie die Knöpfe. Die letzten wurden erst zwischen Trauung und Kaffee mit der Verwandtschaft angebracht. Und für das Hemd ist der Liebste noch am Morgen schnell in die Innenstadt gedüst - ja, es war alles seeehr knapp.



Die Hose und die beiden Fliegen sind in der Nacht vorher noch ganz schnell entstanden. Es war unendlich heiß und da wollte ich den armen Kerl nicht in lange Jeans stecken (hatten eh grad keine da...). Die Sommerwolle war sicher auch nicht gerade kühlend auf der Haut, aber er hat zumindest nix gesagt (ach doch, der Gummi war zu eng...). Den Schnitt hatte ich noch rumliegen, den habe ich vor zwei Jahren mal von einer alten Hose abgenommen, ganz einfach aus vier Teilen mit Gummizug und ohne Taschen. Vorm Zusammennähen noch eine Bügelfalte rein und voilà, sah fast aus wie lange geplant (ok, die Bügelfalte hätte etwas Dampf gebrauchen können).



Und hier endlich mal ein Tragebild: die Kiddies beim Naschen. Keine Ahnung, ob die an dem Nachmittag auch was anderes gemacht haben... Und wer genau hinguckt sieht, dass auch die Kinder Ringe bekomen haben. Das war ganz wichtig *lach* (O-Ton Sohnemann: "Aber das ist doch unfair, wenn ihr einen habt und wir nicht". Zum Glück gibt es Kaugummiautomaten).


Icke in Kleid - Premiere höhö

Rechts noch beim schick machen fürs "Shooting" :)

Ein Schnitt von Butterick. War mein erstes mal und ich hatte mich gleich mal verkauft. Bei deren Schnitten sind nicht alle angegeben Größen drin. Welche Größen enthalten sind steht vorne drauf. Da ich mich aber mit amerikanischen Größen so null auskenne, habe ich die Angabe nicht mal als solche erkannt (wofür bitte stehen A5 und E5???).
Leider saß das Kleid am Ende allerdings recht locker um die Brust, obwohl ich zuvor ein Probeexemplar genäht und Änderungen vorgenommen habe. Das sieht man auf dem Bild rechts ganz gut am Armausschnitt. Für ein Petticoat reichte die Zeit auch nicht mehr. Aber gut, so war es wenigstens schön luftig. (Ich hab keine Ahnung wie heiß es war - so heiß jedenfalls, dass wir mit den Trauzeugen statt schick essen zu gehen nach der Trauung die nächste Eisdiele aufgesucht und uns jeder einen riesigen Eisbecher gegönnt haben...)



Der Rücken ist bei diesem Kleid offen, zu Schließen ist es mit einem nahtverdeckten Reißverschluss. Eigentlich lässt es sich prima Nähen. Durch den Tellerrock muss man nur eben mit riiiiesigen Stoffmengen hantieren, was bei uns schnell im Chaos endet (den Abend vor der Trauung mussten die Kinder im Flur Abend essen, weil absolut kein Platz mehr in der Küche war...). Und auch Säumen passiert nicht "mal eben". Der Liebste hatte schon Angst, dass ich zu spät komme. Das war wirklich eine Punktlandung!

Und zu guter letzt:
Der Bräutigam in Weste, Fliege und ... Jeans?



Aus selbiger Sommerwolle wie Sohnemanns Hose war auch die Weste vom Liebsten (Rücken und Futter aus Futterstoff). Die Knöpfe sind wie bei Sohnemann ebenfalls bezogen, allerdings sind die Pünktchen hier rot (Stoff der Tochter und so...). Die Paspeltaschen habe ich nicht abgesetzt. Ich wollte, dass er die Weste auch so tragen kann, ohne dass sie zu verspielt wirkt. Auch diese Taschen sind übrigens Fake. Ich war so übermüdet, dass ich die Anleitung beim besten Willen nicht verstanden habe! Inzwischen habe ich mich allerdings nochmal damit auseinandergesetzt und habe nun auch diese Hürde gemeistert. Aber vor der Trauung - echt nur Knoten im Hirn! Selbiges galt für die Hose. Die liegt noch immer nebenan in der Küche und wartet auf Fertigstellung. Und ich habe den Verdacht, dass der Liebste nicht traurig über den Umstand war, in Jeans gehen zu dürfen. Dazu gab es noch, wie für Sohnemann auch, eine rote Fliege. Wieder mit Pünktchen, wie im Titel zu sehen.
Und weil so Details ja nett sind, aber auch nichts über die Passform sagen, hier noch ein paar Tragebilder (mit der Passform bei Kind und Mann bin ich im Großen und Ganzen übrigens zufrieden):

Bei der Trauung. Sohnemanns Schleife machte sich auch super als Haarschmuck.
Fotozeit bei Kaffee und Kuchen. Zu sehen ist auch der neue Fingerschmuck!

Wer sich jetzt über den Hintergrund wundert: wir haben in einer "Wein-Laden-Café-Bar" (wie die Süddeutsche so passend titelte) gefeiert. Vielen Dank an dieser Stelle an die Betreiber für die tolle Organisation und das Rundum-sorglos-paket. Kuchen hätte ich bei all der Näherei echt nicht mehr backen können. Auch der Trauzeugin meinen allerherlichsten Dank für die spontane Anreise, das bereitwillige Schwänzen der Prüfungen (toitoitoi für die Nachprüfung) und ganz besonders fürs Fädenvernähen bis zur letzten Minute. Danke, dass Du gekommen bist!

Infos zu den Schnitten:
Kleid Tochter: Burda 3/07 Schnitt 133B
Weste Sohn: Burda Kids 9443
Kleid Braut: Butterick B6094
Weste Bräutigam: Burda Style 6871


Sooooooooo, und nach den ganzen Hochzeitsbildern möchte ich noch ankündigen, dass ich dieses Jahr wieder beim Herbstkind SewAlong von Nemada mitmachen werde. Mit meinem alten Blog habe ich letztes Jahr bereits teilgenommen. Dabei ist diese Jacke entstanden:



Eigentlich für die Lütte gedacht, fand Sohnemann die ganz toll und hat sie erstmal für sich bansprucht (wie rechts zu sehen). Inzwischen hat er auch eingesehen, dass die Ärmel zu kurz sind und so ist zumindest die Tochter für diesen Herbst noch ausgestattet. Ich werde also für Sohnemann nähen.
Fest steht, dass es eine Jacke aus Softshell wird. Mir schwebt da eine Kombijacke vor. Also eine, die noch ein herausnehmbares Futter für den Winter hat. Mit seinen vier Jahren wächst er ja nicht mehr ganz so schnell, da sollte sich das lohnen. Der Hammer wäre natürlich, wenn es dazu noch eine Hose gäbe, ebenfalls mit herausnehmbaren Futter. Dann wären wir bis zum nächsten Sommer ausgestattet. Ich fürchte nur, dass es für sowas keinen fertigen Schnitt geben wird, und da liegt der Hase im Pfeffer. Auch letztes Jahr war das schon geplant, das Zeichnen und Testen und Neuzeichnen der Schnitte nimmt nur leider wahnsinnig viel Zeit in Anspruch (mal abgesehen davon, dass wahnsinnig viel Verschnitt vorprogrammiert ist). Zutrauen würde ich mir das, nur ob ich dann noch vor dem Winter fertig werde???
Ich werde noch mal in mich gehen und es in den kommenden Tagen entscheiden. Beim nächsten Einblick am 9.9. werde ich berichten. Bis dahin bin ich für alle Schnitttipps und sonstigen Kniffe und Ratschläge für dieses Mammutprojekt dankbar!
Auf ein lustiges und produktives SewAlong in den Herbst!
Johanne

Dienstag, 28. Juli 2015

Sommerwichteln - endlich da!

Also ein Gutes hatte die Verspätung ja: wäre das Paket pünktlich gewesen, hätte ich es gar nicht gebührend in Empfang nehmen können. So hatte ich alle Zeit und Ruhe der Welt mich mit dem Inhalt und meiner Wichtelpartnerin zu beschäftigen :).
Mein erster Blick ging natürlich auf den Absender, eine Adresse vor den Toren Berlins - Post aus der Heimat sozusagen. Das hat mich schonmal sehr gefreut! Der Inhalt erstrahlte in schönstem Frühlingsgrün (ein Foto fehlt natürlich wie immer *räusper*) und mit dem Auspacken habe ich mir gar nicht lange Zeit gelassen. Eine Karte verriet - wir waren auf der selben Schule. Wie abgefahren ist das denn bitte? Es ist ja nicht so, dass es in Berlin keine Schulen gäbe... Natürlich waren auch der Großteil meiner Geschwister auf der selben Schule und so habe ich gleich mal durchgerechnet, aber leider war keiner in ihrem oder einem ihr angrenzenden Jahrgang. Naja gut, is ja auch Wurscht!
Leicht gemacht habe ich es Melli scheinbar nicht, denn alles was irgendwo rumsteht habe ich schon mal als potentiell ungüstig angegeben (kein Platz und so). Auch Taschen trage ich als Radfahrerin eher selten mit mir rum, aber ich finde sie hat die Aufgabe ganz hervorragend gemeistert. Und deswegen kommt jetzt endlich mal das Bild von meinen Geschenken:



Im Paket war ein Wäscheklammerbeutel (hier sogar schon bestückt mit unseren Klammern), ein paar Stecknadeln mit Herzköpfen, Schoki, ein Nähbuch und (nicht auf dem Bild, aber dafür bei Melli auf nadelgrafie zu sehen) eine Karte sowie ein Lavendelsäckchen.
Die Nähnadeln kommen mir sehr gelegen, denn meine scheinen mir doch sehr stumpf inzwischen. Die Schoki hat den zweiten Tag nicht überlebt (man ich liebe so Zeug!) und aus dem Buch werde ich mit Sicherheit mal das ein oder andere nachnähen. Es enthält viele basics, vor allem im Taschenabschnitt, aber auch einige sehr nette Ideen im Abschnitt Baby und Kleinkind (sehr passend, wo doch im engsten Umfeld bald schon wieder Nachwuchs ansteht).
Daher, vielen Dank Melli für Deine Mühe. Ich kann alles sehr gut gebrauchen und es hat auch schon alles einen festen Platz in unserer Wohnung gefunden (bis auf das Lavendelsäckchen, da muss ich mir noch überlegen, wo das hin kommt. Aber vermutlich in den Kleiderschrank - haben eh nur einen, da hat dann auch die ganze Familie was von, hehe).
Ich denke, bei so einer Aktion mache ich mal wieder mit...

Und nachdem ich nun heute endlich auch ein paar Bilder von besagtem, stressigen Ereignis bekommen habe, kündige ich für die kommenden Tage gleich mal einen weiteren Nähpost an. Man darf gespannt sein!

Bis dahin - allit jut!
Johanne

Samstag, 18. Juli 2015

Sommerwichteln bei Frau Nahtaktiv

Wir waren im Urlaub, woohoo! Das letzte Mal ist drei Jahre her und da durfte ich meine letzten Hausarbeiten schreiben während Vater und Sohn die dänische Küste unsicher machten *grummel*.
Aber diesmal, hehe...
Auf unserem Weg einmal quer durch die Republik haben wir bei vielen Leuten vorbei geschaut, wofür im Vorfeld noch das ein oder andere fertig gestellt werden musste. Auch die Sidebar verrät schon lange, womit ich mich die letzten Wochen beschäftigt habe. Aber die Ruhe hat jetzt ein Ende (vielleicht, denn ich hab noch einen riiiiiiiiiesen Berg zu erledigen bis Ende Juli) und so nutze ich das große Auspackfinale beim Sommerwichteln mal, um mit der Ruhe hier zu brechen. Leider ist mein Paket unterwegs hängen geblieben und gerade wieder auf dem Rückweg zum Versender (behaupten die doch tatsächlich, ich würde hier nicht wohnen *grummel*). Daher zeige ich euch zunächst einmal, was ich verschickt habe. Als erstes bekommt ihr also eine Arbeit aus Pappe, Papier und Kleber zu sehen.



So sah es bei mir noch kurz vor Schluss aus: totales Chaos!
Graupappe von Hand schneiden ist halt echt nicht ohne, zumal die Platten mit 70 auf 100 ja auch nicht gerade klein sind... Es hat jedenfalls alles seeeeehr viel länger gedauert als angedacht. Fürs nächste Mal suche ich mir wohl einen Pappschneider.
Aaaaaaber, die viele Zeit hat sich gelohnt, bis auf ein paar winzig kleine Unfeinheiten bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis:



Es ist ein kleines Nähkästchen enstanden, mein Wichtelkind (Mareike von rundherumblog.de) stickt nämlich offenbar viel auf dem Sofa oder dem Balkon. Da ich das ständige Umziehen nur zu gut kenne, dachte ich, wäre so ein Kästchen doch genau das Richtige. Zum Glück hatte sie offenbar noch keines.
Bei den Papieren habe ich ja seeeeehr lange gegrübelt. Wie sich inzwischen jedoch herausgestellt hat, habe ich mit den Libellen wohl eine Punktlandung getroffen - juhu! Das freut mich doch sehr.



Dazu gab es eine neue Stickschere (ich fand die Form so witzig), ein Handmaß und ein paar Knöpfe. Auch bei denen war ich unsicher, aber scheinbar gefallen auch die - nochmal juhu!



Das ganze noch schön einsortiert (Schoki natürlich nicht vergessen!) - Deckel drauf - und ab die Post!
Und nun, übe ich mich in Geduld. Bzw. muss ich das gar nicht. Hier läuft nämlich gerade ein Mammutprojekt. Bis nächste Woche müssen noch drei komplette Outfits geschneidert werden. Aber dazu wird jetzt noch nicht mehr verraten (*hüstel* Instagram *räusper*).

Die Linksammlung der Wichtelaktion findet ihr im übrigen bei Frau Nahtaktiv (muss gestehen, dass ich mich selbst noch nicht besonders viel umgesehen habe).  Und sobald ich wieder Land sehe - und irgendwie auch mein Paket erhalten habe - berichte ich euch dann von meinem Inhalt.

Bis dahin,
Land unter!

Johanne