Dienstag, 6. Oktober 2015

Herbstkind 2015 - verspätetes Finale

Nun ist es schon über eine Woche her, das Finale, und ich möchte mich auch endlich melden. Nach fast neun Jahren Dienst gibt mein geliebter Rechner so langsam aber sicher den Geist auf. Fotobearbeitung wird zum Krampf, Websites mit Bildern drauf öffnen zur tagesfüllenden Angelegenheit (von YouTube reden wir besser nicht). Posten kann ich da immer nur abends, wenn der Liebste seinen Rechner mitbringt, wenn überhaupt, denn nicht selten muss er selbst noch arbeiten.
Na ich werde mir was überlegen für die Zukunft, schließlich steht mein erster Bloggeburtstag vor der Haustür und ich wollte eine kleine Serie darüber machen, wie wir unseren wenigen Wohnraum so nutzen, dass alles unter kommt und dennoch Platz ist (war ja schließlich mal die Idee von dem Blog hier, aber gut...).

Los geht's mit dem Finale:
Der Overall ist fertig! Juhu!



Ich muss sagen, das war zwischendrin doch eine recht schwere Geburt und ohne dieses SewAlong wäre ich jetzt mit Sicherheit noch nicht fertig. Wie die letzten Male ja bereits erwähnt, habe ich den Overall an den kritischen Stellen (Hintern und Knie) mit Cordura verstärkt.



Meine Befürchtung, das ganze könnte zu tief geraten sein, hat sich leider bestätigt. Der Teil vom Hintern hätte noch weiter rauf gekonnt und auch die Knie sind viel weiter oben, als ich angenommen hatte. Nun sitzt der Hintern gerade noch auf dem Cordura auf und beim Hinknien ist die Reflektorpaspel gerade noch so oberhalb der Knie (auf den Knien stelle ich mir das sehr unangenehm vor). Das sieht dann zwar etwas komisch aus, es muss aber nicht unbedingt geändert werden *puh*. Viel gravierender ist da, dass ich eine recht feste Qualität erwischt habe. Diese (ich glaub es waren 500den, 330er hätte ausgereicht) ist zwar durchaus für Kleidung geeignet, im Fall des Overalls, der ja doch aus sehr kleinen Teilen besteht (Größe 92), steift es die Beine jedoch ganz schön aus und die Lütte hatte anfangs Probleme alleine wieder aufzustehen (was allerdings auch am Overall selber liegen kann). Ich bin daher am Überlegen, zumindest bei der Kniepartie das Cordura  wieder rauszutrennen.



Die abnehmbare Kapuze gefällt mir soweit richtig gut. Wir sind ja doch öfter mal im Regen mit dem Rad unterwegs. Wenn man dann einen Helm auf hat und die Kapuze nicht aufsetzen kann, regnet es da gerne rein, was ich immer ziemlich eklig finde. So kann man sie ab machen und trocken verstauen - super! Und wie ich jetzt gelesen habe, ist es auch sicherer beim Spielen (von wegen strangulieren und so...).
Den Gummizug hätte es von mir aus nicht gebraucht, das haben wir irgendwie noch nie bei den Kindern genutzt, aber gut. Sieht zumindest professionell aus!

So, die Lütte ist nun ausgestattet, und der Große?
Der sollte auch eine Jacke bekommen. Besser gesagt einen Mantel und ich war auch super im Rennen. Allerdings ist der Reißverschluss irgendwie flöten gegangen und nun liegt das gute Stück seit einer Woche auf Eis *grummel*. Ein paar erste Fotos kann ich trozdem schon zeigen:



Man sieht, Kapuze, Taschen, Ärmelsäume, Aufhängeschlaufe... eigentlich ist schon alles dran. Es muss nurnoch der Übergang von Kapuze zu Mantel versäubert und eben der Reißverschluss eingenäht werden. Dann noch Säumen und der Mantel ist einsatzbereit... Nunja, noch bin ich guter Dinge, dass der Reißverschluss wieder auftaucht!

Bis dahin wimde ich mich aber erst einmal einem anderen Projekt. Auch das habe ich bereits angedeutet und ich bin selber schon wahnsinnig gespannt, ob die Jacke auch so toll wird, wie ich sie mir vorstelle. Hier mal ein Teaser:



Damit betrete ich zumindest stilistisch absolutes Neuland (ok, die Klamotten für die Hochzeit waren auch schon ziemlich neu und ich bin auch drauf und dran noch mehr Westen zu nähen - Sohnemann findet die toll!). Bisher war ja doch alles eher schlicht mit kleinen Akzenten in Form von Motivjerseys (ich merke gerade, dass ich nicht mal die Hälfte von dem poste, was ich so nähe...). Aber da der Große ja nun nicht mehr so schnell wächst, freue ich mich riesig darauf, endlich auch mal die doch sehr teuren Stoffe der Firma Kokka zu verarbeiten (hach, da schlägt mein Japanologenherz höher!!!).
Lars ist eine Übergangsjacke der belgischen Firma Zonen09. Aufmerksam geworden bin ich auf diese übrigens durch das SewAlong 2014. Damals hat Martina von Bayern Dutch in NRW diese Jacke genäht. Inzwischen besitze ich auch einige Schnitte dieser Firma und brenne bereits darauf, mal ein paar Hosen und Shirts zu nähen - aber vorher: Zielgerade HerbstkindER - ab an die Maschine!

Ich werde berichten (irgendwann),
Johanne

P.S.: Der Link zm Finale bei Nemada *klick*. Ich werde wohl einige Wochen brauchen bis ich durch alle Beiträge durch bin. Aber ich denke so drei/vier Seiten am Tag sollte mein Computer noch schaffen *hoff*.

Montag, 21. September 2015

Herbstkind - es geht weiter...

Heute mal nur kurz, damit ich bis nächste Woche noch fertig werde. Denn ich sitze tatsächlich immernoch am ersten Stück (zwei sollten es mindestens werden) und das, obwohl ich nur Teilzeit arbeite - menno!
Aber der Reißverschluss des Overalls hat mich ordentlich Nerven gekostet. Und als ich gerade alles Schneidzeug weggeräumt und die Maschine hingebaut hatte fiel mir auf, dass ich ja noch mit Cordura verstärken wollte. Also wieder zurückgebaut, angezeichnet, zugeschnitten. Dann genäht und hoppla, die Reflektorpaspel vergessen! Um diese noch anzubringen hat es aber zum Glück gereicht nur die äußere Naht nochmal aufzutrennen. Dann konnte ich die Paspel drunter schieben und nochmal rüber nähen.



Aber mal ehrlich, ist mir der Übergang von Knie- zu Hinternpartie nicht hervorragend gelungen *Stolz sei*? (Zur Erklärung - das grüne ist der Overall, das Rote Cordura - das Foto ist jetzt nicht so der Burner...) Leider scheint nur alles ein wenig zu tief geraten zu sein, aber das wird sich dann wohl erst beim ersten Härtetest zeigen. Bis dahin muss ich jetzt noch ganz schön ranklotzen, denn im Kindergarten ist gerade Isarwoche mit einem Ausflug jeden Tag - und Sohnemann hat keine passenden Klamotten - aaaaah!

*an die Maschine spring*

P.S.: Ich vergaß den Link zu den anderen Beiträgen. Leider werde ich diesmal wohl nicht großartig zum rumgucken kommen :( .

Mittwoch, 9. September 2015

What's on my Sewingtable: Herbst-/Winterjacken

Weiter geht's beim Herbstkind SewAlong von Nemada.

Und wahnsinn bin ich diesmal früh dran. Da war ich doch der festen Überzeugung, dass Montag der 9.9. ist und wunderte mich den halben Tag, warum noch niemand gebloggt hat. Gut für mich, so läuft das ganze mal entspannt und nicht wie immer auf den letzten Drücker :-) .

Habe ich beim letzten Mal noch überlegt, ob ich einen Schnitt selbst mache oder doch lieber einen Fertigen nehme, so habe ich inzwischen eine Entscheidung gefällt. Nachdem ich letzte Woche etwas versetzt wurde, stöberte ich in einem nahegelegenen Stoffgeschäft, wo mir die aktuelle Ottobre (4/2015) in die Hände fiel. Gehört habe ich ja schon oft von dieser Zeitschrift, nur rein geschaut habe ich noch in keine. Die Herbstausgabe war da jetzt genau das richtige. Jede Menge Jacken für Softshell und auch sonst der ein oder andere schöne Schnitt! Da lohnte sich die Anschaffung. (Inzwischen habe ich übrigens drei, noch eine für den Winter und eine fürs Frühjahr, nun bin ich das ganze Jahr versorgt!)
Ich habe mich also gegens Selbermachen und fürs Kaufen entschieden.

Quelle: Ottobre

Meine Wahl fiel auf die Nummer 23, "Dark Days Softshell-Jacke", wobei es Mantel oder Hängerchen wohl besser trifft. Da die Jacke für meinen Sohn wird, werde ich den Schnitt an den Seiten etwas begradigen. Außerdem gefällt mir die abnehmbare Kapuze und der höhere Kragen der Nummer 19 ("Warm Inside") ganz gut, sodass ich überlege, die mit einzuarbeiten. Und die Riegel finde ich bei näherer Betrachtung eigentlich auch klasse. Also doch die andere? Ihr seht, meine Wahl ist doch noch nicht so ganz getroffen. Vermutlich wird es am Ende eine Mischung aus den beiden Jacken - ich werde mal die Schnitteile vergleichen und schauen, ob nicht der Kragen einfach austauschbar ist.



Beim Stoff habe ich diesmal wenig Entscheidungsschwierigkeiten. Der hellblaue Softshell mit giftgrüner Fleece-Rückseite ist noch vom letzten Jahr übrig. Ich brauchte also nur einen Reißverschluss. Aufgrund mangelnder Auswahl wird er dunkelblau. Grün hätte ich auch toll gefunden, aber da hätte ich bestellen müssen...
Und weil unsere im letzten Post gezeigte Walkjacke zusammen mit der Hälfte unserer Kinderkleidung als Spende nach Budapest (danke für so viel Einsatz!) gefahren ist, braucht auch die Lütte bis zum Wintereinbruch eine wärmere Oberbekleidung. Meine Wahl fiel hier auf den Overall aus der selben Ottobre-Ausgabe.



Nähen werde ich ihn aus giftgrünem Softshell mit Petrolfarbener Abseite. Garn, Reflektorband, neue Nähnadeln und Reißverschlüsse liegen schon bereit. Außerdem werde ich Knie und Hintern mit rotem Cordura verstärken (auf dem Bild nicht zu sehen). Auch dieses habe ich noch vom letzten Jahr hier, wo ich einfach zu nichts gekommen bin. Beim Reißverschluss bin ich noch unschlüssig, ob ich einen giftgrünen oder dunkelblauen nehme. Da ich Kontraste mag, wird es aber vermutlich der blaue.

Bei der Größe war ich erst total unsicher. Ich habe noch nie mit Ottobre gearbeitet und auch sonst immer fleißig überlesen, wie die Schnitte so ausfallen. Und da die Größentabellen teilweise doch ziemlich stark von den von mir benutzten abweichen, habe ich "mal eben" probehalber zwei Modelle genäht:



Es handelt sich einmal um den Body Blue Rain in Größe 92 aus eben der selben Ausgabe wie die Softshelljacken (4/2015) - ein Basicteil bei dem mir die Art den Ärmelausschnit einzufassen (oder eben nicht einzufassen) so gar nicht gefallen will - sowie:



...um das Sweatshirt Heather in Größe 116, aus der Ausgabe 6/2014. Letzteres soll glaube ich ein Mädchenschnitt sein, da Vorder- und Rückenteil leicht ausgestellt sind. Ich finde allerdings, dass man das nicht sieht und das gute Stück dem Großen wunderbar passt! Kleine Änderunen habe ich vorgenommen, die Ärmel habe ich entsprechend der Bündchenlänge verlängert und das Bündchen weggelassen. Am Halsausschnitt habe ich das Bündchen einfach ganz unter den Tisch fallen lassen und zusätzlich einen gaaanz leichten V-Ausschnit draus gemacht. Sohnemann hat eine große Rübe und sowieso wollte ich eher einen Pulli zum drüberziehen machen. Verwendet habe ich hier übrigens einen alten Pulli der Oma sowie einen recht dünnen Ringeljersey. Sohnemann mochte ihn sofort, kein Wunder! Er liebt es kuschelig und dieses Exemplar besteht laut Etikett zu 60% aus Lammwolle - aaaaaaah - das heißt Handwäsche *heul*. Das nächste mal schau ich vorher rein. Aber gut, warum sollen die Kinder nicht mal was richtig hochwertiges tragen...



Beide Teile haben eine schöne Passform und sind einen Ticken zu groß. Das heißt für mich, dass ich in jedem Fall die beiden jetzigen Größen 92 und 116 nähen werde und nicht größer.
Als nächstes gilt es also abzupausen, zuzuschneiden und loszulegen!
Und wer weiß, wenn ich weiterhin so gut vorwärts komme, dann schaffe ich ganz eventuell sogar noch eine zweite Herbstjacke für Sohnemann. Mir schwebt da schon lange eine ganz bestimmte vor. Ich bin zwar absolut kein Fan von zu viel Kleidungsstücken im Schrank, aber mit nur einer Jacke wird es manchmal eben doch recht knirsch. Insofern gönne ich uns dieses Jahr den Luxus (so denn eben die Zeit reicht).

Und was machen eure Vorbereitungen so?

Dienstag, 1. September 2015

Sommer - Hochzeit - Herbstgewand

Angekündigt war der Post für "die kommenden Tage", haha. Alles relativ und so, ne ;-).



Was soll ich sagen, auf Instagram konnte man es schon lesen. Wir haben geheiratet. Dass ich das mal sagen werde... bin ich doch ein Kind der Emanzipation, entschiedener Gegner von Ehegattensplitting und Co. und sowieso der Meinung, dass man mit zwei Kindern viel mehr gebunden ist, als so ein dämlicher Lappen vom Amt es jemals ausdrücken könnte.
Aber gut, am Ende gingen mir die Argumente aus, dem Liebsten (oder ab jetzt Mann?) war es scheinbar doch wichtiger als ich zunächst angenommen hatte und so haben wir uns schließlich einen Termin beim Amt geholt. Der Plan war das ganze seeeeeehr einfach zu halten, nur zu zweit dahin zu marschieren, Essen zu gehen und am Nachmittag die Kinder zu holen.
Zwei Wochen später hatten wir dann aber irgendwie doch zwei Trauzeugen und bei der Frage nach dem Dresscode mussten wir erst mal stutzen. Ja, mit Zeugen lohnt es sich auch, was schickes anzuziehen....
Da waren es noch zwei Wochen bis zur Trauung und ich hatte in nur wenigen Stunden eine ganz klare Vorstellung davon, was wir und die Kinder tragen sollen. Ich sag euch, es folgten zwei Wochen Nähmarathon mit viel zu viel Schlafentzug. Zum Glück war in der Schule schon das meiste gelaufen, da störte meine sporadische Abwesenheit dann auch niemanden *puh*.

Den Anfang machten die hier:


Mein Wunsch: Irgendwie Richtung Rockabilly und rote Chucks.
Er: "Können wir machen."
Ich: "Auch die Kinder!"
Er: "Bist Du irre, dann geben wir mehr Geld für die Schuhe aus als für die Ringe."

War dann doch nicht so, hatte nämlich im Vorfeld schon geschaut und siehe da, die passenden Größen gab es zahlreich gebraucht. Und alle sahen aus wie neu - jetzt nicht mehr...
Der Rest war auch schnell klar. Ich ein Kleid mit Petticoat, er Weste und Fliege. Die Kinder ebenso, nur Sohnemann mit meinen Stoffen und Tochter mit seinen.
Zum Glück waren Stoffe und Schnitte schnell gefunden und so ging das große Nähen los (ich mach das jetzt mal von klein nach groß...).

Die Lütte mit einem "Mix-Kleid"
Heißt: der obere Teil stammt aus einer alten Burda (detaillierte Angaben am Ende des Posts), heller Streifen und Rockteil sind von mir.



Eigentlich war ein Tellerrock geplant, so wie ich einen hatte. Aber irgendwie war ich scheinbar nicht in der Lage einen Viertelkreis aufs Papier zu bringen (Übermüdung und so). Nun hat das Kleid eine schön ausgeformte A-Linie und das finde ich sogar fast noch besser!
Wie man sieht, wird es mit einer kurzen Knopfleiste geschlossen. Kleiner Hingucker: Die Aussparung im Rücken.




Sohnemann mit Weste, Fliege und Bügelfaltenshorts



Der Rücken ist klassisch aus Futterstoff und hat einen kontrastfarbenen Riegel am Rücken. Blau und weiß tauschen hier die Plätze. Aus dem selben Stoff sind auch der Besatz, die Paspeltaschen - übrigens Fake - sowie die Knöpfe. Die letzten wurden erst zwischen Trauung und Kaffee mit der Verwandtschaft angebracht. Und für das Hemd ist der Liebste noch am Morgen schnell in die Innenstadt gedüst - ja, es war alles seeehr knapp.



Die Hose und die beiden Fliegen sind in der Nacht vorher noch ganz schnell entstanden. Es war unendlich heiß und da wollte ich den armen Kerl nicht in lange Jeans stecken (hatten eh grad keine da...). Die Sommerwolle war sicher auch nicht gerade kühlend auf der Haut, aber er hat zumindest nix gesagt (ach doch, der Gummi war zu eng...). Den Schnitt hatte ich noch rumliegen, den habe ich vor zwei Jahren mal von einer alten Hose abgenommen, ganz einfach aus vier Teilen mit Gummizug und ohne Taschen. Vorm Zusammennähen noch eine Bügelfalte rein und voilà, sah fast aus wie lange geplant (ok, die Bügelfalte hätte etwas Dampf gebrauchen können).



Und hier endlich mal ein Tragebild: die Kiddies beim Naschen. Keine Ahnung, ob die an dem Nachmittag auch was anderes gemacht haben... Und wer genau hinguckt sieht, dass auch die Kinder Ringe bekomen haben. Das war ganz wichtig *lach* (O-Ton Sohnemann: "Aber das ist doch unfair, wenn ihr einen habt und wir nicht". Zum Glück gibt es Kaugummiautomaten).


Icke in Kleid - Premiere höhö

Rechts noch beim schick machen fürs "Shooting" :)

Ein Schnitt von Butterick. War mein erstes mal und ich hatte mich gleich mal verkauft. Bei deren Schnitten sind nicht alle angegeben Größen drin. Welche Größen enthalten sind steht vorne drauf. Da ich mich aber mit amerikanischen Größen so null auskenne, habe ich die Angabe nicht mal als solche erkannt (wofür bitte stehen A5 und E5???).
Leider saß das Kleid am Ende allerdings recht locker um die Brust, obwohl ich zuvor ein Probeexemplar genäht und Änderungen vorgenommen habe. Das sieht man auf dem Bild rechts ganz gut am Armausschnitt. Für ein Petticoat reichte die Zeit auch nicht mehr. Aber gut, so war es wenigstens schön luftig. (Ich hab keine Ahnung wie heiß es war - so heiß jedenfalls, dass wir mit den Trauzeugen statt schick essen zu gehen nach der Trauung die nächste Eisdiele aufgesucht und uns jeder einen riesigen Eisbecher gegönnt haben...)



Der Rücken ist bei diesem Kleid offen, zu Schließen ist es mit einem nahtverdeckten Reißverschluss. Eigentlich lässt es sich prima Nähen. Durch den Tellerrock muss man nur eben mit riiiiesigen Stoffmengen hantieren, was bei uns schnell im Chaos endet (den Abend vor der Trauung mussten die Kinder im Flur Abend essen, weil absolut kein Platz mehr in der Küche war...). Und auch Säumen passiert nicht "mal eben". Der Liebste hatte schon Angst, dass ich zu spät komme. Das war wirklich eine Punktlandung!

Und zu guter letzt:
Der Bräutigam in Weste, Fliege und ... Jeans?



Aus selbiger Sommerwolle wie Sohnemanns Hose war auch die Weste vom Liebsten (Rücken und Futter aus Futterstoff). Die Knöpfe sind wie bei Sohnemann ebenfalls bezogen, allerdings sind die Pünktchen hier rot (Stoff der Tochter und so...). Die Paspeltaschen habe ich nicht abgesetzt. Ich wollte, dass er die Weste auch so tragen kann, ohne dass sie zu verspielt wirkt. Auch diese Taschen sind übrigens Fake. Ich war so übermüdet, dass ich die Anleitung beim besten Willen nicht verstanden habe! Inzwischen habe ich mich allerdings nochmal damit auseinandergesetzt und habe nun auch diese Hürde gemeistert. Aber vor der Trauung - echt nur Knoten im Hirn! Selbiges galt für die Hose. Die liegt noch immer nebenan in der Küche und wartet auf Fertigstellung. Und ich habe den Verdacht, dass der Liebste nicht traurig über den Umstand war, in Jeans gehen zu dürfen. Dazu gab es noch, wie für Sohnemann auch, eine rote Fliege. Wieder mit Pünktchen, wie im Titel zu sehen.
Und weil so Details ja nett sind, aber auch nichts über die Passform sagen, hier noch ein paar Tragebilder (mit der Passform bei Kind und Mann bin ich im Großen und Ganzen übrigens zufrieden):

Bei der Trauung. Sohnemanns Schleife machte sich auch super als Haarschmuck.
Fotozeit bei Kaffee und Kuchen. Zu sehen ist auch der neue Fingerschmuck!

Wer sich jetzt über den Hintergrund wundert: wir haben in einer "Wein-Laden-Café-Bar" (wie die Süddeutsche so passend titelte) gefeiert. Vielen Dank an dieser Stelle an die Betreiber für die tolle Organisation und das Rundum-sorglos-paket. Kuchen hätte ich bei all der Näherei echt nicht mehr backen können. Auch der Trauzeugin meinen allerherlichsten Dank für die spontane Anreise, das bereitwillige Schwänzen der Prüfungen (toitoitoi für die Nachprüfung) und ganz besonders fürs Fädenvernähen bis zur letzten Minute. Danke, dass Du gekommen bist!

Infos zu den Schnitten:
Kleid Tochter: Burda 3/07 Schnitt 133B
Weste Sohn: Burda Kids 9443
Kleid Braut: Butterick B6094
Weste Bräutigam: Burda Style 6871


Sooooooooo, und nach den ganzen Hochzeitsbildern möchte ich noch ankündigen, dass ich dieses Jahr wieder beim Herbstkind SewAlong von Nemada mitmachen werde. Mit meinem alten Blog habe ich letztes Jahr bereits teilgenommen. Dabei ist diese Jacke entstanden:



Eigentlich für die Lütte gedacht, fand Sohnemann die ganz toll und hat sie erstmal für sich bansprucht (wie rechts zu sehen). Inzwischen hat er auch eingesehen, dass die Ärmel zu kurz sind und so ist zumindest die Tochter für diesen Herbst noch ausgestattet. Ich werde also für Sohnemann nähen.
Fest steht, dass es eine Jacke aus Softshell wird. Mir schwebt da eine Kombijacke vor. Also eine, die noch ein herausnehmbares Futter für den Winter hat. Mit seinen vier Jahren wächst er ja nicht mehr ganz so schnell, da sollte sich das lohnen. Der Hammer wäre natürlich, wenn es dazu noch eine Hose gäbe, ebenfalls mit herausnehmbaren Futter. Dann wären wir bis zum nächsten Sommer ausgestattet. Ich fürchte nur, dass es für sowas keinen fertigen Schnitt geben wird, und da liegt der Hase im Pfeffer. Auch letztes Jahr war das schon geplant, das Zeichnen und Testen und Neuzeichnen der Schnitte nimmt nur leider wahnsinnig viel Zeit in Anspruch (mal abgesehen davon, dass wahnsinnig viel Verschnitt vorprogrammiert ist). Zutrauen würde ich mir das, nur ob ich dann noch vor dem Winter fertig werde???
Ich werde noch mal in mich gehen und es in den kommenden Tagen entscheiden. Beim nächsten Einblick am 9.9. werde ich berichten. Bis dahin bin ich für alle Schnitttipps und sonstigen Kniffe und Ratschläge für dieses Mammutprojekt dankbar!
Auf ein lustiges und produktives SewAlong in den Herbst!
Johanne

Dienstag, 28. Juli 2015

Sommerwichteln - endlich da!

Also ein Gutes hatte die Verspätung ja: wäre das Paket pünktlich gewesen, hätte ich es gar nicht gebührend in Empfang nehmen können. So hatte ich alle Zeit und Ruhe der Welt mich mit dem Inhalt und meiner Wichtelpartnerin zu beschäftigen :).
Mein erster Blick ging natürlich auf den Absender, eine Adresse vor den Toren Berlins - Post aus der Heimat sozusagen. Das hat mich schonmal sehr gefreut! Der Inhalt erstrahlte in schönstem Frühlingsgrün (ein Foto fehlt natürlich wie immer *räusper*) und mit dem Auspacken habe ich mir gar nicht lange Zeit gelassen. Eine Karte verriet - wir waren auf der selben Schule. Wie abgefahren ist das denn bitte? Es ist ja nicht so, dass es in Berlin keine Schulen gäbe... Natürlich waren auch der Großteil meiner Geschwister auf der selben Schule und so habe ich gleich mal durchgerechnet, aber leider war keiner in ihrem oder einem ihr angrenzenden Jahrgang. Naja gut, is ja auch Wurscht!
Leicht gemacht habe ich es Melli scheinbar nicht, denn alles was irgendwo rumsteht habe ich schon mal als potentiell ungüstig angegeben (kein Platz und so). Auch Taschen trage ich als Radfahrerin eher selten mit mir rum, aber ich finde sie hat die Aufgabe ganz hervorragend gemeistert. Und deswegen kommt jetzt endlich mal das Bild von meinen Geschenken:



Im Paket war ein Wäscheklammerbeutel (hier sogar schon bestückt mit unseren Klammern), ein paar Stecknadeln mit Herzköpfen, Schoki, ein Nähbuch und (nicht auf dem Bild, aber dafür bei Melli auf nadelgrafie zu sehen) eine Karte sowie ein Lavendelsäckchen.
Die Nähnadeln kommen mir sehr gelegen, denn meine scheinen mir doch sehr stumpf inzwischen. Die Schoki hat den zweiten Tag nicht überlebt (man ich liebe so Zeug!) und aus dem Buch werde ich mit Sicherheit mal das ein oder andere nachnähen. Es enthält viele basics, vor allem im Taschenabschnitt, aber auch einige sehr nette Ideen im Abschnitt Baby und Kleinkind (sehr passend, wo doch im engsten Umfeld bald schon wieder Nachwuchs ansteht).
Daher, vielen Dank Melli für Deine Mühe. Ich kann alles sehr gut gebrauchen und es hat auch schon alles einen festen Platz in unserer Wohnung gefunden (bis auf das Lavendelsäckchen, da muss ich mir noch überlegen, wo das hin kommt. Aber vermutlich in den Kleiderschrank - haben eh nur einen, da hat dann auch die ganze Familie was von, hehe).
Ich denke, bei so einer Aktion mache ich mal wieder mit...

Und nachdem ich nun heute endlich auch ein paar Bilder von besagtem, stressigen Ereignis bekommen habe, kündige ich für die kommenden Tage gleich mal einen weiteren Nähpost an. Man darf gespannt sein!

Bis dahin - allit jut!
Johanne

Samstag, 18. Juli 2015

Sommerwichteln bei Frau Nahtaktiv

Wir waren im Urlaub, woohoo! Das letzte Mal ist drei Jahre her und da durfte ich meine letzten Hausarbeiten schreiben während Vater und Sohn die dänische Küste unsicher machten *grummel*.
Aber diesmal, hehe...
Auf unserem Weg einmal quer durch die Republik haben wir bei vielen Leuten vorbei geschaut, wofür im Vorfeld noch das ein oder andere fertig gestellt werden musste. Auch die Sidebar verrät schon lange, womit ich mich die letzten Wochen beschäftigt habe. Aber die Ruhe hat jetzt ein Ende (vielleicht, denn ich hab noch einen riiiiiiiiiesen Berg zu erledigen bis Ende Juli) und so nutze ich das große Auspackfinale beim Sommerwichteln mal, um mit der Ruhe hier zu brechen. Leider ist mein Paket unterwegs hängen geblieben und gerade wieder auf dem Rückweg zum Versender (behaupten die doch tatsächlich, ich würde hier nicht wohnen *grummel*). Daher zeige ich euch zunächst einmal, was ich verschickt habe. Als erstes bekommt ihr also eine Arbeit aus Pappe, Papier und Kleber zu sehen.



So sah es bei mir noch kurz vor Schluss aus: totales Chaos!
Graupappe von Hand schneiden ist halt echt nicht ohne, zumal die Platten mit 70 auf 100 ja auch nicht gerade klein sind... Es hat jedenfalls alles seeeeehr viel länger gedauert als angedacht. Fürs nächste Mal suche ich mir wohl einen Pappschneider.
Aaaaaaber, die viele Zeit hat sich gelohnt, bis auf ein paar winzig kleine Unfeinheiten bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis:



Es ist ein kleines Nähkästchen enstanden, mein Wichtelkind (Mareike von rundherumblog.de) stickt nämlich offenbar viel auf dem Sofa oder dem Balkon. Da ich das ständige Umziehen nur zu gut kenne, dachte ich, wäre so ein Kästchen doch genau das Richtige. Zum Glück hatte sie offenbar noch keines.
Bei den Papieren habe ich ja seeeeehr lange gegrübelt. Wie sich inzwischen jedoch herausgestellt hat, habe ich mit den Libellen wohl eine Punktlandung getroffen - juhu! Das freut mich doch sehr.



Dazu gab es eine neue Stickschere (ich fand die Form so witzig), ein Handmaß und ein paar Knöpfe. Auch bei denen war ich unsicher, aber scheinbar gefallen auch die - nochmal juhu!



Das ganze noch schön einsortiert (Schoki natürlich nicht vergessen!) - Deckel drauf - und ab die Post!
Und nun, übe ich mich in Geduld. Bzw. muss ich das gar nicht. Hier läuft nämlich gerade ein Mammutprojekt. Bis nächste Woche müssen noch drei komplette Outfits geschneidert werden. Aber dazu wird jetzt noch nicht mehr verraten (*hüstel* Instagram *räusper*).

Die Linksammlung der Wichtelaktion findet ihr im übrigen bei Frau Nahtaktiv (muss gestehen, dass ich mich selbst noch nicht besonders viel umgesehen habe).  Und sobald ich wieder Land sehe - und irgendwie auch mein Paket erhalten habe - berichte ich euch dann von meinem Inhalt.

Bis dahin,
Land unter!

Johanne

Sonntag, 3. Mai 2015

Die guten Vorsätze. Oder: #sas2015

Ein langer Prolog - meine Ziele fuer dieses Jahr - und jede Menge blabla!

Gute Vorsätze für ein neues Jahr hielt ich immer für bescheuert. Am Ende ändert man doch nichts und ist womöglich noch frustriert. Zumindest habe ich noch selten jemanden sagen hören, dass er zufrieden mit dem Erreichten sei. Immer heißt es, da geht noch mehr!
Inzwischen vertrete ich zwar keine ganz so starke Anti-Haltung mehr, aber im Grunde sitzt die Überzeugung noch immer tief. Trotzdem habe ich mich vor zwei Jahren von einer befreundeten Bloggerin mitreißen lassen, mir einen Blog zugelegt und voller Tatendrang 12 Punkte formuliert, die ich "bearbeiten" wollte. Das ganze nannte sich dann "12 in 2013" und wurde von Mina (schildmaid.net) selbst ins Leben gerufen. Ich dachte, in so einem Rahmen (bloggen, Monatsrückblicke, Gleichgesinnte) führt man sich seine Ziele immer wieder vor Augen und schafft vermutlich tatsächlich etwas...
Nunja, irgendwie weit gefehlt. Mit Kleinkind, Magisterarbeit, Schwangerschaft, Betreuungsplatzsuche und dem ganzen Sch***, der da in diesem Jahr auf mich einprasselte, war dann nicht mehr viel Zeit zum Bloggen - geschweige denn zum Besinnen. Aaaaaber, neues Jahr - neues Glück: bei "12 in 2014" war ich wieder dabei, Ehrensache! Die ersten zwei Monate zwar noch nicht, wegen der mündlichen Prüfungen, aber danach ganz sicher! ... *hüstel*... dachte ich. Mit inzwischen zwei Kindern, mal wieder intensiver und diesmal sogar doppelter Betruungsplatzsuche, drohender Arbeitslosigkeit und null Plan von der Zukunft ("irgendwas Sicheres, mit festen Arbeitszeiten, am liebsten Vollzeit, aber trotzdem vereinbar mit Familie"), war schon das erste halbe Jahr "tatenlos" verstrichen. Gegen Mitte des Sommers dann die Erlösung, beide Kinder in Betreuung und ein Plan für die nächsten drei Jahre. Wieder Schule, wieder Lernen und folglich: wieder kein Geld. Das hat sämtliche Prioritäten umgewälzt und meine Anfang des Jahres so vorsichtig formulierten Ziele erneut über den Haufen geworfen.

Und, habe ich daraus gelernt? Ihr ahnt es sicher - nein!

Wir haben 2015, "12 in ..." wurde deutlich umstrukturiert (nennt sich jetzt "sparkle & shine") und ich möchte trotz aller Vorbehalte wieder mitmachen. Der Grund ist ganz einfach: die neue Struktur! Im Mittelpunkt steht nämlich nicht mehr das bloße Benennen von Zielen, sondern viel mehr das Finden eines geeigneten Weges dahin - ganz nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel"! Das finde ich toll und daher unterstützenswert und deshalb mache ich wieder mit. Und sollte das ganze hier doch wieder einschlafen, dann habe ich mir zumindest ein mal dieses Jahr Gedanken über mein Leben gemacht - das ist mir auch schon Grund genug...

Aber gut, hier sind nun meine vier von Mina übernommenen Kategorien, was sich für mich dahinter verbirgt und wie ich diese Probleme bisher angegangen bin und in Zukunft noch angehen werde (denn nur weil man nicht drüber schreibt, heißt das ja nicht, dass man nicht schon aktiv is, wa?):

Koerper

Wie so ziemlich jede Frau in dieser Republik (ja, es gibt da ziemlich traurige Studien), bin ich nicht gerade zufrieden mit meinem Äußeren. Das betrifft meine Proportionen, meine Haltung, meine Kleidung, meine Unfähigkeit (und vor allem auch meinen mangelnden Mut), mich für besondere Anlässe mal rauszuputzen - kurz gesagt, ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden!
Um dagegenzuwirken habe ich dieses Jahr schon ziemlich viel angestellt. Ich habe meine Ernährung umgestellt, achte vor allem in der Werkstatt auf meine Rückenhaltung (habe aber trotzdem das Gefühl, dass es eher schlimmer wird) und habe mir im März sogar Schminke gekauft. Vor allem letzteres ist eine ziemlich lustige und dennoch unsinnige Angelegenheit. Ich hab das mit dem Schminken jetzt zwei/drei Mal des nachts probiert und kam mir mit dem Zeug im Gesicht so lächerlich vor - ich fange beim bloßen Gedanken dran an zu lachen!
Für den nächsten Monat habe ich mir vorgenommen, trotzdem noch etwas mehr zu üben. Das Grundmakeup kann ich ganz gut, aber sobald da Farbe mit ins Spiel kommt wird es Mist. Davon lasse ich mich allerdings nicht entmutigen. Der Tag wird kommen, an dem der Liebste und ich wieder auf Konzerte gehen können, und dann möchte ich wenigstens ein einziges mal in meinem Leben mit weißen Haaren, rotem Lippenstift und schwarz umrandeten Augen den klassischen Punk mimen (hab ja nix zu verlieren, bin ja in festen Händen, höhö). Denn eines steht schon mal fest, für den Alltag ist das viiiiiel zu viel Aufwand!
Ach und weil ich momentan ziemlich am Zahnfleisch gehe, werde ich nächsten Monat mindestens einmal die Woche vor zehn ins Bett gehen! In den letzten Monaten hat sich meine früher mal übliche Zeit zwischen 12 und 1 wieder eingeschlichen und das geht mit Schule ab 8, Kinder vorher weg bringen und auch am Wochenende nie ausschlafen können so überhaupt nicht!

Seele

Mein Hirn ist ein 24/7 ich will, ich will, ich will-Quälgeist. Ich will mehr nähen, aber ich will auch wieder tagelang Serien schauen, ich will meine Strick-UFOs endlich beenden und ich will 20 neue Häkelprojekte anfangen, ich will wieder zum Orchester gehen, Kontrabassunterricht nehmen, drei neue Sprachen lernen, in eine größere Wohnung ziehen und keine Geldsorgen mehr haben; ich will mehr Bücher binden und ich will mir ein richtig tolles Nähmöbel bauen, ich will unsere Wohnung nur ein einziges mal komplett aufgeräumt sehen, die komplette "Das Lied von Eis und Feuer"-Reihe am Stück durchlesen und spontane Wochenendtrips machen; ich will einen tollen Job haben, ich will mal was aus Fimo basteln, ich will wieder regelmäßig zum Kampfsport gehen und gleichzeitig aber mehr für meine Kinder da sein und am aller Meisten will ich sowieso mein altes Leben zurück (was auch immer das sein soll)...
Die Liste ist unendlich lang und selbst ohne Kinder, ohne Job und ohne Partner würden 24 Stunden am Tag nicht ausreichen, um all das zu machen, von dem mein Hirn mir sagt, dass es ganz toll sei. Wo fängt man also an?
Ganz klar, beim Ausmisten und vor allem Abschied nehmen! Viele Dinge habe ich bereits an den Nagel gehängt, einige temporär (Musik), andere für immer (Sport). Für den Rest gilt es zu priorisieren, zu schauen, wie wichtig mir die Dinge wirklich sind und vor allem zu akzeptieren, dass trotz unserer alles-ist-möglich-Mentalität eben nicht alles möglich ist - schon gar nicht mit Kindern und ohne Einkommen!
Und für alles, was dann trotzdem noch auf der Liste ist (und das ist noch immer viel zu viel zu viel!), führe ich seit Anfang des Jahres ein BulletJournal. Wer noch nie davon gehört hat, der kann sich hier belesen *klick*. Großartig drauf Eingehen werde ich jetzt allerdings nicht, da ich dazu noch einen separaten Beitrag plane. Ich kann aber schonmal so viel sagen, dass es bisher super für mich funktioniert. Ich habe meine möchte-ich-gerne-(mal-)machen- Wünsche auf dem Schirm, habe einen Überblick über mein Pflichtprogramm und kann beides schön miteinander koordinieren. Vier Monate arbeite ich nun schon damit und für Mai gilt es erst einmal weiter zu optimieren. Zum Beispiel habe ich noch Probleme damit, den Zeitaufwand von bestimmten Dingen einzuschätzen. Auch bin ich noch etwas unflexibel, was spontane Änderungen betrifft. Ich habe bisher noch keine Woche gehabt, in der alle meine Pläne aufgingen, selbst wenn es nur wenige waren. Aber irgendetwas kommt halt immer dazwischen: die Kinder schlafen schlecht, ein Test steht an, für einen Geburtstag brauchen wir noch schnell ein Geschenk, ich habe akute Unlust... Da gibt es tatsächlich vieles, was ablenkt, was einen nicht voran kommen lässt und letztendlich die Seele rastlos macht.
Daher werde ich diesen Monat meinen Fokus darauf legen, unerreichte Tages- und Wochenziele mit einzuplanen und zu lernen, damit umzugehen.

Kopf

Erwähnte ich bereits was ich alles will? Es ist eine ganze Menge. Wenn ich es aber auf die mir wirklich wichtigen Dinge runter breche, dann will ich vor allem eines: ständig neuen Input!
Nun lerne ich in der Schule zwar viele neue Dinge, die mich tatsächlich auch alle brennend interessieren, aber die Progression entspricht da nicht immer unbedingt meinem Tempo. Deshalb habe ich mich die letzten Monate wieder etwas mehr meinen Sprachen gewidmet. Und siehe da, ich habe mein erstes japanisches Buch gelesen! Nach acht Jahren Studium sollte man meinen, dass das vorher schon mal passiert ist. Aber nein, im Studium hatte ich gerade mal genug Zeit um mich den einschlägigen Fachartikeln zu widmen, nicht jedoch um mal nebenher ein ganzes Buch zu lesen. Ich bin eh nicht soooo die Leseratte. Umso größer war dieser Meilenstein daher für mich. Und das tolle ist auch noch, ich habe das Buch nicht einfach nur übersetzt (damit meine ich jedes dritte Wort nachgeschlagen), nein, ich habe es tatsächlich gelesen! So ganz ohne Wörterbuch (wobei ich einige Stellen noch mal mit Wörterbuch angehen sollte)! Das war schon irgendwie ein geiles Gefühl, zumal ich ja seit nunmehr vier Jahren kaum noch normal-japanischen (als Opposition zum wissenschafts-japanischen) Input habe. Im Mai möchte ich daher wieder mehr mit Japanisch zu tun haben. Allerdings will ich nicht unbedingt lernen, sondern es viel mehr in den Alltag integrieren. Ich dachte da an die Harry Potter-Hörbücher oder aber auch an "japanesepod 101". Von letzterem habe ich bisher viel Positives gehört, weshalb ich mich mal damit auseinander setzen werde...
Und weil ich, beflügelt von meinem Erfolg mit dem Buch (wir reden hier übrigens von 魔女の宅急便 a.k.a. Kikis kleiner Lieferservice, das mir die liebe Mina aus Japan mitgebracht hat), meine Energie gleich weiter nutzen wollte, habe ich vor zwei Monaten angefangen Norwegisch zu lernen. Öfter mal was neues halt... Leider war mein Lernaccount (ich lerne über eine App) erst mal auf einen Monat beschränkt, sodass ich die letzten drei Wochen wieder eher untätig war. Aaaaber, in ein paar Tagen sollte wieder Geld auf dem Konto sein und dann kann es weiter gehen, juhu! Norwegisch A2 nach GER sollte dieses Jahr mindestens drin sein!

Herz

Oooooooh, die Herzensangelegenheit. Ich habe ja lange überlegt, ob und wie viel ich dazu sage. Aber da ich eh nicht in die Puschen komme - und das schon seit zwei Jahren - , kann ich es genauso gut auch in die Welt schreien!
Ich bin im Nebenerwerb selbstständig, hatte mal angefangen ein paar Kleinigkeiten zu nähen und musste das ganze dann abrupt wieder einstampfen (fragt nicht, die Realität und so). Inzwischen habe ich mir viele Gedanken dazu gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass selber machen einfach nicht drin ist. Meine Tage (oder besser die Abende/Nächte) sind absolut unplanbar, die Wochenenden brauche ich für den Haushalt (und die Familie natürlich) und auf blöd komme ich tagelang nicht dazu eventuelle Aufträge zu bearbeiten. Irgendwie beschissene Voraussetzungen für einen eigenen Laden. Die Ideen sprudeln trotzdem nur so aus mir raus, weshalb ich beschlossen habe, statt selber Hand anzulegen, Schnitte, Schnittmuster und DIY-Kits anzubieten. Bei den Schnittmustern scheitert es momentan leider noch an der Technik. Ein halbwegs vernünftiges (CAD-)Programm, dass man auch gewerblich nutzen darf kostet ein kleines Vermögen und per Hand zu zeichnen und das dann zu verkaufen finde ich zu unprofessionell. Da möchte ich meinen Stempel dann auch nicht drunter setzen. Auch das habe ich daher erst einmal auf Eis gelegt bis ein wenig mehr finanzieller Spielraum da ist. Den ganzen Kinderkram, der mir so vorschwebt, wird es daher erst einmal nicht geben.
Stattdessen heißt es "back to the roots". Mein Label hat einen japanischen Namen und urpsünglich habe ich japanisches Zeugs angeboten und dahin werde ich zurück kehren. Erst einmal wird Papier und Papeterie im Vordergrund stehen. Dazu gehören Lesezeichen, ein paar handgebundene Büroartikel, Grußkarten, Schmuck aus japanischen Papieren (wobei ich da noch Angst habe, wieder irgendwelche Bestimmungen und Verordnungen übersehen zu haben) und je nachdem wie sich das ganze entwickelt später auch Bücher/Alben in japanischer Bindung bzw "einfach" aus japanischen Papieren. Ich hatte gehofft diese Woche schon online gehen zu können, aber da hatte ich weder die Prüfungen bedacht (so viel zum Thema BulettJournal funktioniert super, haha), noch zwei Wochen kranke Kinder eingeplant. Mir fehlt eigentlich nur noch eine Fotobox. Das Material ist da, aber gebastelt werden muss sie halt noch. Diese Woche dann hoffentlich!
Ihr seht, die Pläne sind groß, die Zeit zu knapp. Hier fehlt mir in jedem Fall das Konzept, in weiten Teilen das KnowHow (siehe technische Umsetzung) und sowieso alles, was irgendwie mit Marketing zu tun hat. Ist es dämlich, unter diesen Umständen ein solches Unterfangen anzugehen? Vermutlich schon; stört mich aber nicht. Die handwerklichen Fähigkeiten sind da, alles andere geht über trial&error...

Soooooooooo, ich denke jetzt habe ich alles abgedeckt.
Fiel es mir in der Schule und Uni immer schwer meine Seiten zu füllen, passiert das hier auf dem Blog seltsamer Weise von ganz alleine. Nunja, ich betrachte es mal als therapeutisches Schreiben und vor allem Auszeit vom Leben, soll ja auch gesund sein. Und weil Du, werter Leser, bis hierher durchgehalten hast, krisste n mentales Bienchen!

Ich für meinen Teil werde mich jetzt wieder der Wohnung widmen, damit das mit dem Laden endlich mal in Gang kommt (so Zeug braucht ja auch Stauraum und Platz beim Werkeln).

Bis zum nächsten Mal,
Johanne

Freitag, 1. Mai 2015

Noch so'ne ... Frida 2.0



Mit dem warmen Wetter kommt nicht nur bei uns Großen der Tatendrang, auch die Kinder stürzen sich täglich voller Freude in die letzten Pfützen (die man wohl eher als Schlammlöcher bezeichnen sollte), robben über Stock und Stein und der Große unternimmt inzwischen erste Kletterversuche an Bäumen. Wen wundert's da, dass er in den letzten Wochen wirklich alle (!) seine Hosen aufgearbeitet hat. Zugegeben, bei gerade mal drei Stück geht die Dauerbelastung schnell an die Substanz, aber trotzdem mussten nun ganz schnell neue her. Und so war es an der Zeit, den lang gehegten Plänen endlich Taten folgen zu lassen.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen,  alle Schnitte dieses Jahr selbst zu zeichnen. Allerdings musste ich mir eingestehen, dass der Aufwand einfach zu groß ist, vor allem dann, wenn es wie letzte Woche halt einfach eilt. Daher habe ich mir mal ein E-Book gegönnt. Die Profis unter euch haben es sicher schon erkannt (und alle anderen können lesen :P ), es ist die allseits beliebte und vielfach getestete Frida 2.0 von Das Milchmonster mit innenliegenden Fronttaschen, sternförmigen Kniepatches sowie farblich abgesetzten Taschen.


Lila für einen Jungen? Mag der ein oder andere jetzt sicher denken, aber ja, Sohnemann äußert inzwischen ganz klare Farbwünsche! Aber ich finde mit den Sternenpatches an den Knien schreit sie nicht sofort nach Mädchenhose.

So, und weil die Hosen der Lütten inzwischen auch schon in vierter Generation getragen werden, hat auch sie es geschafft die Knie an gleich mehreren Hosen durchzuscheuern. Daher: gleicher Schnitt verdrehte Farben:

Hier auch mal ein Bild von den Gesäßtaschen - eine ist komplett abgesetzt, die andere hat lediglich einen farblich abgesetzten Eingriff:



Man war die Lütte aus dem Häuschen, als ich ihr erklärte, dass die für sie sei. Das hat mich selbst ganz überrascht. Sie redet zwar noch nicht wirklich, aber das heißt ja nicht, dass sie nicht trotzdem mitbekommt, dass der große Bruder in letzter Zeit recht häufig benäht wurde - vergisst man halt manchmal, ne!

Schnitt: Frida 2.0 von Das Milchmonster
Stoff: Babycord/Feincord gepunktet vom Stoffmarkt und örtlichen Dealer
Größen: Lila: 110 mit 104er Bündchenweite (rutscht trotzdem -_- ); Grün: 92
Anmerkungen: Die Sternpatches sind selbst gemacht, da mir die im Schnitt enthaltenen ovalen Patches zu klein waren. Beim Großen muss unbedingt noch ein zusätzliches Gummiband ins Bündchen, er stand nun schon öfter mit komplett nackten Beinen auf der Straße Oo, aber ich glaube das liegt an ihm, nicht am Schnitt. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit der Passform (sowohl oben rum als auch was die Beinlänge betrifft). Der Schnitt ist in meinen Augen unbedingt empfehlenswert und ich denke auch anfängertauglich!

Samstag, 7. Februar 2015

KSW 7 - ich war dabei, juhu!

Die Kreative StoffverWertung von Appelkatha ging in die 7. Runde und ich hatte endlich mal das Glück, ausgelost worden zu sein.


Ausrichterin war dieses mal jannymade und von ihr kam folglich auch der zu verwertende Stoff (von dem ich vor dem Zuschnitt sinnvoller Weise kein Foto gemacht habe).
Ich hatte mir im Vorfeld schon einige potentielle Projekte zusammen gesucht, weil ich Angst hatte mal wieder nicht mit der Zeit hinzukommen. Als der Stoff dann da war, passte er aber irgendwie auf keines der Projekte. Zum Glück kam die Eingebung aber schnell.



Sohnemann hat nach einem stärkeren Unwetter einen riesigen Ast nach Hause geschleppt, den wir erst ein paar Tage vor Eintreffen des Stoffes an seinem Bett befestigt hatten. Der wartete seitdem auf Schmuck und ganz ehrlich, was ist bei den Temperaturen passender als so ein paar Paradiesvögel?
Die Reaktion der Kinder hat mich jedenfalls überrascht. Beide sind total begeistert und Sohnemann wollte heute extra andersrum schlafen um die Vögel besser sehen zu können. Na wenn's weiter nichts ist :)

Ich bin nun gespannt, wer die nächste KSW ausrichten wird und werde mich vermutlich wieder bewerben.
EDIT: Es ist offiziell, die nächste KSW wird von juliespunkt veranstaltet. In einer Woche könnt ihr euch bewerben.
Und hier ist auch der Link zu den anderen Ergebnissen. Da sind ein paar wirklich tolle Dinge dabei und ich muss sagen, auch wenn der Stoff erst einmal nicht so meins war, sind einige doch wirklich überzeugend Sachen daraus entstanden.

Samstag, 31. Januar 2015

What's on my Sewingtable: Fasching

Prinzessin. Feuerwehrmann. Prinzessin. Feuerwehrmann. Prinzessin...


Also "entscheidungsfreudig" ist nun nicht das erste Wort, das mir in Bezug auf unseren Sohn einfällt. Ganz im Gegenteil sogar, entscheidet er sich für eines und wir setzen es um (sei es Essen, das nächste Spiel, ein YouTube-Video), ist er kurz darauf halb aufgelöst, weil er doch das andere haben/machen wollte.
Damit uns das am Faschingstag nicht passiert, wird dieses Jahr wieder selber genäht. Eine Feuerwehrprinzessin - nichts leichter als das! Zum Glück ist gerade überall Ausverkauf und so habe ich den dunkelblauen Anzugstoff vom obigen Bild deutlich günstiger bekommen, als das ganze Faschings-Plaste-Zeug sonst kostet. Nun bin ich echt gespannt, wie der so fällt und ob man daraus wirklich ein Kleid nähen kann. Ich werde berichten!

Und was ist bei euch so geplant?

Sonntag, 25. Januar 2015

Weihnachtsgeschenke 2014 - Mäppchen aus Schokopapier (eine Anleitung)

Naja, Freitag war angekündigt, Sonntag ist es geworden - noch voll im Rahmen wie ich finde.
Nach einem Paar Lego-Schlüsselbrettern und einem Travellers Notebook geht es heute in die letzte Runde der letztjährigen Weihnachtsgeschenke.
Weil ich die Idee witzig fand (und wir alle irgendwie so kleine Schokonarren sind), wurden sämtliche Schulkinder und Studieneinsteiger der Familie mit diesen kleinen Mäppchen beglückt:



Die Idee geisterte kurz vor Weihnachten in meiner FB-Nähgruppe rum und wenn ich so etwas sehe, dann juckt es mich immer in den Fingern. Funktioniert das wirklich? Ist es kompliziert? Das muss nachgemacht werden!
Zum Glück war Weihnachten und so hatte ich dann auch einen Grund es auszuprobieren.
Ein sehr schönes und bebildertes Tutorial findet ihr bei sewbeedoo. Allerdings haben mir da die innen sichtbaren Nähte nicht gefallen. Deshalb habe ich "kurzerhand" ein eigenes Tutorial geschrieben (und hier ist auch der Grund, warum ich mal wieder zu spät dran bin. Meine Fotos waren doof bis unbrauchbar und deshalb musste ich es erst mal zeichnen. Das war mein erstes Mal sozusagen, daher würde ich mich riesig über Feedback freuen, denn ich finde es eigentlich übersichtlich und verständlich, aber ich bin da ja auch betriebsblind...).

Nun gut, ihr braucht (M: = Milka; R: = Ritter Sport):
  • eine Schokolade/Chipstüte/irgendwas eurer Wahl (solange die Verpackung aus Plastik besteht, könnt ihr im Grunde alles nehmen)
  • Buchfolie (M: 17cm x 19cm; R: 21cm x 12,5cm; besser man packt noch jeweils 2cm drauf)
  • Futterstoff (M: 2x B19cm x H9,5cm; R; 2x B12,5cm x H11,5cm - enthält 1cm Nahtzugabe)
  • einen Reißverschluss (M: 25cm; R: 12cm)
  • gegebenenfalls rund 5cm Webband
  • achja, und mit StyleFix/doppelseitigem Klebeband lässt es sich hier super arbeiten (man kann ja nix feststecken)


Na dann mal frohes Schaffen!

(Und weil die Kiddies gerade so lange Mittagsschlaf machen, habe ich mich endlich mal mit Dropbox auseinandersetzen können. Das Tutorial findet ihr daher jetzt hier als pdf-Download *klick*.)

Mittwoch, 21. Januar 2015

Weihnachtsgeschenke 2014 - ein Travellers Notebook

Weiter geht's! Gestern konntet ihr ja schon in diesem Beitrag sehen, worüber sich der Lego-Fan mit ziemlicher Sicherheit freut. Heute also wie versprochen ein hoffentlich sehr nützliches Reiseutensil.



Für die vielreisende Frau Mama
Meine Mutter ist unterwegs. Viel. Gefühlt, ständig und immer.
Stimmt natürlich nicht ganz, sie arbeitet auch viel, aber wenn man sechs Kinder groß bekommen hat, dann ruft wohl erst mal die große weite Welt (zumindest kann ich sie schon rufen hören und immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich ausrechne in welchem Jahr die Kinder alt genug für Ziel xy sind). Ihre Berichte hält sie in ihrem Reisetagebuch auf weltenbummlerseiten.de fest, eine Seite, die ich jedem nur empfehlen kann, der gerne Berichte aus fernen Ländern liest. Ohne viel Schnickschnack schreibt sie über ihre Reisen und fügt hier und dort kleine Anekdoten ein (ganz zu schweigen von wunderbaren Bildern).
So, und damit sie ihre Unterlagen und Aufzeichnungen in Zukunft immer beieinander hat, habe ich ihr ein "Fauxdori", also ein Fake-Midori Travellers Notebook gemacht:


Darauf gestoßen bin ich Mitte letzten Jahres und war sofort begeistert. Ich liebe Schreibwaren und schöne Hefte und Papiere, allerdings weiß ich nie, was ich damit anfangen soll. Das System von Midori ist allerdings so vielseitig einsetzbar, dass ich da hängen geblieben bin. Ich habe mir also ein Stück Leder besorgt, meine Buchbindeskills *räusper* ausgepackt und ihr zum Ledereinband mit zwei Lesebändern auch eine Einsteckmappe gebastelt und zwei Heftchen gebunden. Eine wunderbare Anleitung für ein Fauxdori findet ihr in diesem Video von Ray Blake. Auf seiner Seite mylifeallinoneplace.com stellt er auch jede Menge Vorlagen zum selber Drucken und Binden zur Verfügung. Da ich die Maße allerdings geändert habe (das Original kam mir in diversen Blogs und Videos doch sehr unpraktisch schmal vor), bringen mir die Vorlagen leider nicht so viel. Wer weiß, vielleicht erstelle ich ja selber mal welche. Denn ich finde es noch immer klasse und werde mir mit Sicherheit auch selbst noch eines binden.

Und weil aller guten Dinge drei sind, dürft ihr euch am Freitag auf ein kleines Tutorial freuen. Ich verrate schonmal so viel: es wird süß!

Dienstag, 6. Januar 2015

Weihnachtsgeschenke 2014 - Lego-Schlüsselbretter

Kreativität ist schön. Wenn man ihr allerdings auch beim Beschriften der Päckchen freien Lauf lässt, dann ist das ganz schnell nicht mehr schön.
Habe ich doch sinnvoller Weise zwei Adressen gemischt... Rein technisch gesehen stimmte nur die Hausnummer nicht, denn Nachname und Postleitzahl waren gleich. Dennoch war das Päckchen (ja, ich hätte es wohl besser als Paket aufgeben sollen) jetzt lange verschollen und hat nun endlich den Weg nach Hause gefunden - also zu uns (und das auch noch total zerrissen, sowohl von außen, als auch teilweise die Geschenke innen drin).

Aaaaaaber gut, ich nehme das Neueinwickeln und Umverpacken mal zum Anlass, um euch in drei Etappen die Geschenke zu zeigen. Schließlich habe ich die Advents-, Weihnachts- und Neujahrszeit krankheitsbedingt komplett ignoriert hier auf dem Blog (nach dem letzten Post ging es gleich weiter mit diversen Krankheiten - natürlich schön reihum...). Aber das kann man natürlich auch positiv sehen, so habe ich jede Menge Material für die nächste Weihnachtssaison, hehe.

Für die Legofamilie
Ich bin großer Fan dieser kleinen Steinchen und es vergeht kein Weihnachten ohne einen neuen Bausatz. Folglich bekam ich bei meinem Wegzug aus Hamburg ein paar Dinge der dänischen Firma geschenkt. Dazu gehörte ein Schlüsselbrett, das seither jede meiner Wohnungen zierte. Scheinbar habe ich damals eines der letzten Exemplare bekommen, denn bereits bei meinem ersten Besuch in der Hanse (und dem damals einzigen Lego-Store in Deutschland) hieß es, dass sie ausverkauft seien und auch nicht mehr produziert würden.
Schade, schade, denn die Dinger sind echt praktisch und die Lego-Schlüsselanhänger auch erstaunlich langlebig.
Aber wozu lernt man denn bitteschön Tischler? Da macht man die halt einfach selbst!

In der Schule habe ich zwei übrig gebliebene Bretter nehmen und in den Pausen bearbeiten dürfen. Die Bereiche für Platten und Filz sind ausgestemmt bzw. -gefräst - blau für meine Schwester mit Familie, grün für meinen Bruder und seine Freundin. Dazu gab es für jeden einen Anhänger mit graviertem Namen. Die konnte man auch mal im Lego-Store in Hamburg machen lassen, aber scheinbar wird das nicht mehr angeboten. Auch gibt es inzwischen nur noch rote Steinanhänger zu kaufen. Aber zum Glück bin ich im Internet auf den Steindrucker* gestoßen, der nicht nur Steine graviert, sondern auch noch Schlüsselanhänger in allen Farben da hat (ich hatte mich schon drauf eingestellt, sie selbst durchbohren zu müssen...).
Wenn auch sehr verspätet, hoffe ich doch, dass alle etwas damit anfangen können.

Mittwoch zeige ich euch dann ein Geschenk für eine Vielreisende und Freitag gibt es zum Abschluss ein kleines Tutorial für Schokofans.
Bis dann.

*meine Posts sind nicht gesponsert. Wenn ich hier etwas verlinke, dann soll dies eine Hilfestellung für Nachmacher sein.